Sulle colline del Ticino

Auch wenn Köbi und Sein Team an der Fussball-WM Glanzvolles und Spannendes zeigten und der Weg nach Süden, durch die Schliessung der Gotthardroute, etwas länger als üblich dauern sollte, waren unsere Bikeferien im Tessin beschlossene Sache. So war dann auch bis Montagmittag unser Mitsubishi-Bus bis unter’s Dach mit allem Nötigen (und vielem Unnötigen) beladen, so dass die Reise nach Ascona, via Brünig, Grimsel und Nufenen, planmässig los gehen konnte. Der Weg über die Alpenpässe war zwar lange, aber im Grunde recht kurzweilig und dank des geringen Verkehrs, ganz gemütlich. Einzig die Murmeltiere, die auf den warmen Asphaltstrassen ihr Sonnenbad genossen, stellten ein kleines Verkehrshindernis dar.
Hungrig am Ziel angekommen, gönnten wir uns am ersten Abend in der bekannten Grotto Baldoria gleichmal etwas Typisches aus der Tessiner Küche. Am nächsten Tag entschieden wir uns für eine Bleibe am Campo Tamaro. Der fest installierte Wohnwagen an der Palmallee von Senior Knaus, war einfach, nett und für uns ein idealer Ausgangspunkt für unsere täglichen Bike-Exkursionen.
Unsere erste Tour, auf den Monte Tamaro, war hart und bei den herrschenden Temperaturen von über 30 Grad, eine äusserst schweisstreibende Angelegenheit. Doch der endlos scheinende Single-Trail nach Arosio war eine Belohnung für die durchgestandenen Strapazen, die besser nicht hätte sein können.
Mit einer easy Tour in’s Valle Maggia, gönnten wir uns am Folgetag etwas Erholung, denn schliesslich waren wir ja in den Ferien.
Gestärkt von Spaghetti a la Pablo, ging’s am Donnerstag von Locarno aus in Richtung Cardada/Cimetta. Ein kalorienvernichtender Aufstieg über Monte Bré, dann eine kühle Erfrischung auf der Cimetta, ein Merlot-Ticino an der Alp Cardada und ein staubiger aber geiler Downhill nach Tenero. Boah, das war mega!
Unser letzter Ausflug führte uns ins Valle Onsernone. Diese, ebenfalls als Blüemlitour gedacht Tagesroute, hatte es aber in sich. Der alte Säumerpfad bot zwar Landschaftlich äusserst beindruckende Bilder, zwang uns aber zu stundenlangen Biketragorgien. Mit etwas Wehmut verabschiedeten wir uns am letzten Tag von unseren Bekannten an der Palmallee und fuhren mit unserem Mitsubishi über den St.Bernadino nach Splügen. Dort erwartete uns bereits Vik in seiner Ferienwohnung und lud uns zu einer Passfahrt über den Splügen, nach Chiavenna, ein – ohne Bike, wohlverstanden. Leider war es am Sonntag für Vik und Pablo an der Zeit bye-bye zu sagen. Für Werni und mich also wieder „time for a new adventure“. Dieses führte uns von Splügen über den Rosskopf nach Sufers. Schön wär’s gewesen, wären da nicht wieder die 2 Std Tragpassagen gewesen. Als Belohnung gab’s dafür ein hausgemachtes Rague mit Kartoffelstock. Der Letzte Tag in Splügen führte uns in’s unberührte Madrisertal und an den Stausee im Val di Lei. Last but not least, gab’s auf unsere Heimreise am Dienstag noch eine kleine Rundtour von Mels über den Chapfensee. [Bilder]